Berlin

Hauptstadt der Bundesrepublik
Berlin ist Hauptstadt, Regierungssitz und mit rund 3,4 Millionen Einwohner zugleich auch größte Stadt der Bundesrepublik Deutschland. Zudem bildet Berlin den eigenständigen Stadtstaat. Berlin ist gänzlich vom Land Brandenburg umgeben und liegt im Osten Deutschlands, etwa 70 km westlich der Grenze zu Polen. Wahrzeichen der Stadt sind das Brandenburger Tor, der Berliner Fernsehturm im Bezirk Mitte am Alexanderplatz und der Funkturm auf dem Messegelände im Westen der Stadt.
Entwicklungsgeschichte
Die Ursprünge Berlins gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück. 1237 wurde die Stadt Cölln erstmals urkundlich erwähnt. 1307 bekam die Doppelstadt Berlin-Cölln ein gemeinsames Rathaus. Zum 1. Januar 1710 erfolgte die Vereinigung der Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin. 1920 schließlich entstand durch die Zusammenführung des alten Berlin mit den selbständigen Städten des Umlandes wie Spandau, Charlottenburg und Cöpenick Groß-Berlin als Millionenstadt. Seit 2001 gliedert sich die Stadt in zwölf Stadtbezirke und 95 Ortsteile.
Stadt der Museen
In den mehr als 170 Berliner Museen befinden sich weltberühmte Kunstschätze, darunter die Büste der ägyptischen Königin Nofretete im Alten Museum und der Pergamon-Altar mit seinem Skulpturenfries im Pergamonmuseum.
Weltkulturerbe: Museumsinsel
Seit 1999 gehört die Museumsinsel, die Tempelstadt der Künste, in der Spree mitten in Berlin zu den UNESCO-Welterbestätten. 1830 entstand das Alte Museum (das erste öffentliche Museum Preußens), es folgten 1859 das Neue Museum, 1876 die Alte Nationalgalerie, 1904 das Bode-Museum und 1930 das Pergamonmuseum. Das weltweit einmalige Ensemble aus fünf tempelartigen Bauten birgt heute Schätze aus 6000 Jahren Menschheitsgeschichte.
Weltkulturerbe: Siedlungen der Moderne
Seit 2008 gehören die Berliner Siedlungen der Moderne zu den UNESCO-Welterbestätten. Von 1913 bis 1934 entstanden 6 Siedlungen: Gartenstadt Falkenberg (Treptow), Siedlung Schillerpark (Wedding), Großsiedlung Britz (Neukölln), Wohnstadt Carl Legien (Prenzlauer Berg), Weiße Stadt (Reinickendorf) und die Großsiedlung Siemensstadt (Charlottenburg und Spandau). Als Antwort auf die Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg entstanden hier moderne und bezahlbare Wohnungen mit Küchen, Bädern und Balkonen mit Licht, Luft und Sonne. Der neue architektonische Typus ermöglichte einen gesünderen Lebensstandard und übte großen Einfluss auf Städtebau und Landschaftsgestaltung im 20. Jahrhundert aus.
Spezialität: Berliner Weisse
Berliner Weiße ist ein obergäriges Schankbier aus Gersten- und Weizen­malz bei dem auf die alkoholische Gärung eine zweite Milchsäuregärung erfolgt, was für den typischen sauren Geschmack sorgt. Es wird daher heute meist in Kombination mit süßem Fruchtsirup als so genannte Weiße mit Schuss getrunken.
Spezialität: Berliner Luft
Kann man tatsächlich essen: Es handelt sich um eine seit 1897 nachgewiesene schaumige Dessertcreme aus Eigelb, Eischnee, Zucker und Gelatine, die stets mit Himbeersaft angerichtet wird.



◀ 
Quadriga auf dem Brandenburger Tor
 ▶
foto
Foto: DH, Redaktion
Lizenz: Alle Rechte vorbehalten


© Steig mal aus - Angaben ohne Gewähr - Seite verlinken