Bingen am Rhein

Das Tor zum Mittelrheintal
Beim Weinort Bingen am Rhein oder besser am Rheinknie beginnt der Durchbruch des Rheins durch das Rheinische Schiefergebirge. Die Stadt bildet den südlichen Abschluss des Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal. Durch die verkehrsgünstige Lage am Zusammenfluss von Nahe und Rhein gab es wohl schon zu keltischer Zeit eine Siedlung an dieser Stelle. Seit dem 11. Jahrhundert führt die Drususbrücke über die Nahe, die älteste mittelalterliche Steinbrücke Deutschlands. Im 13. Jahrhundert wurde die Burg Klopp erbaut, die heute noch über der Stadt thront. Bingen hat eine lange Tradition als Weinbauort und weist über 590 Hektar Rebfläche auf.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Basilika Sankt Martin (geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention), Kirche St. Gordianus und Epimachus in Bingen-Dietersheim aus dem 8. Jahrhundert, alter Binger Rheinkran (ein hölzerner Turmtretkran)
Höhepunkte
Rhein in Flammen
Historisches Museum am Strom
Im ehemaligen Elektrizitätswerk, einer Kathedrale des Fortschrittes, befindet sich das Historische Museum am Strom - Hildegard von Bingen. Es beherbergt 3 Ausstellungen: Über Hildegard von Bingen, über das weltweit einzigartige römische Binger Ärztebesteck sowie die Abteilung Rheinromantik. Vom Museum aus hat man einen Blick auf den Mäuseturm, die Ruine Ehrenfels, das Niederwalddenkmal und die Stadt Rüdesheim.
Hildegard von Bingen
Hildegard von Bingen war eine Ordensfrau der Benediktinerinnen und lebte im 12. Jahrhundert in Rheinhessen. Sie war wohl eine der bedeutensten Frauen des Mittelalters. Die letzten dreißig Jahre ihres Lebens verbrachte die Mystikerin in ihrem Kloster Rupertsberg in Bingen-Bingerbrück. Bereits zu Lebzeiten wurde sie wegen ihrer angeblich prophetischen Gaben wie eine Heilige verehrt. Heute wird vor allem ihr Wissen um die Wirkung von Kräutern wiederentdeckt. Ein Schrein mit den Gebeinen der heiligen Hildegard von Bingen steht in der Pfarrkirche von Eibingen. 2012 erhob sie Papst Benedikt XVI. in den Stand einer Kirchenlehrerin. Um leichter auf den Spuren der Hl. Hildegard von Bingen wandeln zu können, wurde der Hildegardweg entwickelt.
Binger Loch
Als Binger Loch wird eine (ehemalige) Untiefe im Rhein am Mäuseturm bei Bingen bezeichnet, die bis ins 17. Jahrhundert hinein die Schifffahrt unmöglich machte und die erst in den 1960er Jahren endgültig beseitigt wurde. Beim Durchbruch des Rheins durch das Gebirge war eine Schwelle stehengeblieben, die Lastschiffe nicht passieren konnten. Oberhalb des Binger Lochs hat der Rhein ein Gefälle von 10 cm je Stromkilometer, unterhalb beträgt das Gefälle 65 cm je Kilometer. Im 17. Jahrhundert wurde eine erste enge Durchfahrt geschaffen, die in den folgenden Jahrhunderten immer weiter ausgebaut wurde.

Sehenswert
Mäuseturm (Bingen)


Alter Kran
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Foto: Tourist-Information Bingen
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