Brühl (Rheinland)

Ehemalige Residenzstadt von Kurköln
Brühl ist eine Stadt in der Kölner Bucht und liegt am Rand des Vorgebirges (Ville) zwischen Köln und Bonn. Die Region war schon zu römischer Zeit besiedelt, erste urkundliche Erwähnungen finden sich im 7. Jahrhundert. Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert war Brühl Sitz des Erzstift und Kurfürstentum Köln (kurz Kurköln), 1530 wurde die Stadt jedoch bei einem Brand fast vollständig zerstört. Auf den Ruinen einer Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert wurde ab 1725 das Schloss Augustusburg errichtet.
Weltkulturerbe: Schlösser
Die beiden Schlösser Augustusburg und Falkenlust mit ihren Gärten gehören seit 1984 zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten - sie sind als Ensemble ein einmaliges Beispiel für ein Gesamtkunstwerk des Rokoko. Schloss Augustusburg gehört zu den ersten Schöpfungen des Rokoko in Deutschland. Sein Kernstück ist das Prunktreppenhaus Balthasar Neumanns, der auch für die Innengestaltung der Schlosskirche St. Maria von den Engeln verantwortlich ist. Nur unweit entfernt liegt das dazugehörige Jagd- und Lustschloss Falkenlust. Bis zum Umzug nach Berlin 1996 empfing der Bundespräsident im Schloss Augustusburg Staatsgäste.
Max-Ernst-Museum
Seit 2005 wird im Max-Ernst-Museum ein weltweit einmaliger Überblick über das umfangreiche Schaffen des 1891 in Brühl geborenen Dadaisten und Surrealisten gezeigt. Höhepunkte der Ausstellung sind über 70 Plastiken aus der persönlichen Sammlung des Künstlers und 36 so genannte "D-paintings" - Geburtstags- und Liebesgeschenke von Max Ernst an seine Frau, die Künstlerin Dorothea Tanning.



Schloss Augustusburg von Osten
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Foto: Hans Weingartz / wikimedia
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