Gäubahn Stuttgart - Singen

Durch das Gäu in den Hegau
Als Gäubahn wird die Bahnstrecke von Stuttgart über Horb am Neckar, Rottweil und Tuttlingen nach Singen am Hohentwiel bezeichnet. Die Fahrt aus dem Stuttgarter Hbf um den Stuttgarter Talkessel herum gilt als eine der schönsten innerstädtischen Bahnstrecken Deutschlands. Im weiteren Verlauf zwischen Böblingen und Herrenberg führt die Strecke am Naturpark Schönbuch vorbei. Danach durchquert sie das Gäu, eine Kulturlandschaft, von der die Bahn ihren Namen hat. Zwischen Horb und Rottweil folgt die Strecke dem Neckar. Beim folgenden Übergang in das Donautal bei Tuttlingen überquert die Bahn zum ersten Mal, beim Übergang in den Hegau das zweite Mal die europäische Hauptwasserscheide zwischen Donau und Rhein.
Baugeschichte
Die Teilabschnitte der rund 170 Kilometer langen Verbindung wurden in den Jahren 1866 bis 1879 gebaut. Zuächst traf die Gäubahn in Immendingen auf die Schwarzwaldbahn von Offenburg nach Konstanz. Für die Weiterfahrt in Richtung Singen mussten die Züge die Fahrtrichtung wechseln. Deshalb wurde 1934 eine zusätzliche Verbindungskurve zwischen Tuttlingen und Hattingen errichtet. Bis 1941 wurde die Strecke zudem fast vollständig zweigleisig ausgebaut. Nach Kriegsende 1945 demontierte die französische Besatzungsmacht jedoch das zweite Gleis zwischen Horb und Tuttlingen als Reparationsleistung. Das fehlende Gleis wurde nicht wiederaufgebaut. Die gesamte Gäubahn wurde jedoch bis 1977 elektrifiziert.
Verkehrsangebot
Über die Gäubahn verkehren im Zwei-Stunden-Takt IC-Züge von Stuttgart nach Zürich. Hinzu kommen durchgehende RE-Züge nach Singen. Zwischen Stuttgart-Vaihingen und Herrenberg verkehren Bahnen des Stuttgarter S-Bahn-Netzes, zwischen Rottweil und Tuttlingen der der so genannte 3er-Ringzug. Auf diesem Abschnitt wurden stillgelegte Bahnhöfe und Haltepunkte reaktiviert (Stand 2011).





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