Gelnhausen

Barbarossastadt
Die ehemalige Reichsstadt Gelnhausen, die im Jahr 1170 durch Kaiser Friedrich I. genannt Barbarossa, gegründet wurde, ist vom mittelalterlichen Erbe geprägt: der langgestreckte Unter- und Obermarkt mit zahlreichen Fachwerkhäusern, fünf erhaltene Tortürme, Reste der alten Stadtbefestigung und vieles mehr. Besonders beeindruckend ist die Kaiserpfalz, die nach ihrem Gründer auch Barbarossaburg genannt wird, der mächtige Hexenturm, die Marienkirche von 1223, die Kirche St. Peter, die ehemalige Synagoge, das Innere Holztor, sowie das Romanische Haus.
Kaiserpfalz, genannt Barbarossaburg
Der beeindruckende Komplex wurde auf einer Kinziginsel (wahrscheinlich anstelle der früheren Burg der Reginbodonen) gebaut. Als Fundament für ihren Bau dienten etwa 12.000 Baumstämme. Die Ruine gilt heute als die besterhaltene Pfalz der Stauferzeit mit herausragenden Steinmetzarbeiten. Einst vor dem Ort errichtet, befindet sich die Kaiserpfalz nun mitten im Ortskern. Geschichtlich bedeutsam ist die Pfalz in Gelnhausen, da sie Schauplatz des Reichstags war, in dem Heinrich dem Löwen der Prozess gemacht und seine Länder neu aufgeteilt wurden.
Museen
Museum Gelnhausen
Turmuhrenmuseum
Museum für Flugzeugtechnik und Geschichte
Grimmelshausen-Preis
Der Barockdichter Johann Jacob Christoph von Grimmelshausen, der den bekannten Schelmenroman "Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch" verfasste, wurde um 1621 in Gelnhausen geboren, floh im 30-jährigen Krieg vor den Katholiken, kam und heiratete nach allerlei Kriegswirren in Offenburg und verstarb 1676 in Renchen. Der Grimmelshausen-Preis ist ein mit 10.000 Euro dotierter Literaturpreis, der abwechselnd in Gelnhausen und in Renchen vergeben wird. Er wird von den beiden Städten sowie den Ländern Hessen und Baden-Württemberg gestiftet.





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