Gernsheim

Schöfferstadt am Rhein
Gernsheim ist eine Stadt im Hessischen Ried und liegt direkt am östlichen Rheinufer. Die Ansiedlung geht auf ein römisches Kastell aus dem ersten Jahrhundert nach Christus zurück. 1425 wurde in Gernsheim Peter Schöffer geboren, der als Mitarbeiter von Johannes Gutenberg die Buchdruckkunst weiterentwickelte und einer der ersten Buchhändler und Verleger im Zeitalter des Buchdrucks wurde. 1830 wurde Gernsheim Station der rheinischen Dampfschiffahrt. Der Ausbau des Hafens begann 1850 und machte Gernsheim zu einem bedeutenden Industriestandort. Neben dem Industriehafen besitzt Gernsheim heute auch einen Yachthafen am Rhein.
Sehenswert
Weil die Stadt im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde, finden sich nur noch vereinzelt historische Fachwerkhäuser. Die Barockkirche St. Maria Magdalena wurde im 18. Jahrhundert erbaut, der Chor der spätgotischen Wallfahrtskirche Maria Einsiedel etwas südlich des Ortes stammt aus dem späten 15. Jahrhundert. Von den Kriegszerstörungen zeugen immer noch die Überreste der ehemaligen Rheinbrücke am Hafen. Heute wird die Verbindung nach Rheinhessen über eine Autofähre hergestellt.
Rheinisches Fischerfest
Immer am ersten Sonntag im August findet in Gernsheim seit 1948 das Rheinische Fischerfest statt, mit bis zu 250.000 Besuchern eines der größten Volksfeste in der Region. Einer der Höhepunkte des Festes ist das traditionelle Fischerstechen, bei dem zwei Mannschaften wechselseitig versuchen, Mitglieder der gegnerischen Mannschaft von deren Boot ins Wasser zu stoßen.
Liegt hier der Schatz der Nibelungen?
Der Schatz der Nibelungen oder Nibelungenhort ist der sagenhafte Schatz aus der Nibelungensage. Am Rhein bei Gernsheim soll es einen Ort namens Lochheim ("ze Loche“) gegeben haben, an dem laut Nibelungenlied der Schatz versenkt wurde. Der Ort wurde danach überschwemmt und niemals wieder aufgebaut, und der Schatz wurde bis heute nicht gefunden.

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