Halle (Saale)

Alte Salzstadt
Halle (Salle) ist eine Stadt im Süden von Sachsen-Anhalt und mit über 230.000 Einwohnern die größte Stadt dieses Bundeslandes. Die Stadt bildet gemeinsam mit dem benachbarten Leipzig einen Ballungsraum, der wiederum Teil der Metropolregion Sachsendreieck ist. Der Name der Stadt verweist auf ihren Ursprung, die Salzquellen, die durch eine tektonische Besonderheit in dieser Gegend entstanden sind. Salzgewinnung und Salzhandel waren über Jahrhunderte Wohlstandsgaranten.
Fünf Türme als Wahrzeichen
Wahrzeichen der Stadt sind die Fünf Türme. Vier davon gehören zur spätgotischen Marktkirche Unser Lieben Frauen (auch Marienkirche). Die Kirche entstand im 16. Jahrhundert durch die Verbindung zweier bislang getrennter Kirchen, deren Turmpaare in die neue Kirche integriert wurden. Der Rote Turm ist ein freistehender Uhren- und Glockenturm (Campanile), der ursprünglich der Marienkirche zugeordnet war. Er beherbergt heute das größte Glockenspiel der Welt.
Weitere Sehenswürdigkeiten im Überblick
Moritzburg, ein befestigtes Schloss, historische Altstadt als größtes Flächenarchitekturdenkmal Europas, Geburtshaus Georg Friedrich Händels, Hallescher Dom, Neue Residenz, Stadtgottesacker im italienischen Camposanto-Stil.
Himmelswege
Das Landesmuseum für Vorgeschichte beherbergt als Teil der archäologischen Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt eine der ältesten, umfangreichsten und bedeutendsten archäologischen Sammlungen in Deutschland. Dazu gehören gehören zahlreiche Stücke von Weltrang wie beispielsweise die berühmte Himmelsscheibe von Nebra.
Weitere Museen
Franckesche Stiftungen mit Kunst- und Naturalienkammer, einem barocken Pendant zu früheren Raritäten- oder Kuriositätenkabinetten, Moritzburg-Galerie im Westflügel der Moritzburg (Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt), Halloren- und Salinemuseum zur Technik und Geschichte der Salzgewinnung in Halle.
Straße der Romanik
Zur Route gehören die Burg Giebichenstein im gleichnamigen Stadtteil sowie die Dorfkirche St. Nikolaus im Stadtviertel Böllberg. Burg Giebichenstein, die erstmals 961 als Reichsburg erwähnt wurde, setzt sich aus Alter Burg (Amtsgarten), Oberburg (Freilichtmuseum) und Unterburg (Hochschule für Kunst und Design) zusammen. Die Dorfkirche St. Nikolaus ist eine romanische Saalkirche mit Apsis, die als Beispiel der herben und schlichten Dorfkirchen jener Zeit gilt.



Marktplatz mit den fünf Türmen
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Foto: Stadt Halle (Saale), Pressestelle
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