Ingelheim

Auf den Grundmauern der Kaiserpfalz
Die Geschichte von Ingelheim am Rhein lässt sich über mehrere Jahrtausende zurückverfolgen. Als Standort eines Königshofes, später dann einer Kaiserpfalz hatte Nieder-Ingelheim (heute Ingelheim-Mitte) vom 6. Jahrhundert bis zum 13. Jahrhundert eine große politische Bedeutung und war zeitweise zentraler Ort der Reichsverwaltung. Die kirchlichen und adligen Besitzstrukturen aus dieser Zeit hielten sich bis ins 19. Jahrhundert. 1939 schließlich wurden mehrere selbständige Ortschaften zur heutigen Stadt Ingelheim zusammengeschlossen.
Die Rotweinstadt
Ingelheim liegt im Weinbaugebiet Rheinhessen, dem größten Weinbaugebiet Deutschlands. Im Gegensatz zu den meisten anderen Weinbaugemeinden in diesem Gebiet überwiegt in Ingelheim der Anbau von Spätburgunder (55 Prozent der Rebfläche), so dass sich die Stadt den Beinamen Rotweinstadt zugelegt hat. Immer am letzten Wochenende im September findet das Rotweinfest statt.
Sehenswert
Als einzige Stadt zwischen Mainz und Koblenz überstand Ingelheim den Zweiten Weltkrieg unzerstört. Von der Kaiserpfalz können eindrucksvolle Reste in drei Denkmalbereichen besichtigt werden. Zudem wurde ein Museum eingerichtet und ein beschilderter Rundweg angelegt. Auch von der ehemaligen Stadtbefestigung von Ober-Ingelheim sind noch Teile erhalten, unter anderem das Ohrenbrücker Tor und das Uffhub-Tor.
Der Mann auf dem Hundertmarkschein
Aus Ingelheim stammt der Kosmograph Sebastian Münster (*1488), dessen Portrait als Rektor der Universität Basel die Vorderseite der dritten Serie von 100-DM-Banknoten zierte, die von 1962 bis 1991 in Umlauf gebracht wurden.



Burgkirche
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