Kaub

Elslein- und Blücherstadt
Das Städtchen Kaub liegt bei Stromkilometer 546 auf der rechten Rheinseite genau in der Mitte zwischen Mainz und Koblenz. Schon im 13. Jahrhundert wurde Kaub zur Zollstation, geschützt durch die Burgen Gutenfels und Pfalzgrafenweiler. Neben der Zoll- und Lotsenstation trugen Weinbau und Schieferbergbau zu den Einkünftern der Stadt bei. Obwohl Kaub mehrmals durch Stadtbrände verwüstet wurde, sind noch fünf Haupttürme und ein kleiner Wehrgang der alten Stadtbefestigung erhalten. Nur eine Erzählung ist die Legende vom Elslein von Kaub, das bei einer Belagerung von Kaub helfende Truppen über den Rhein geführt haben soll. Dennoch wird in jedem Jahr zum Winzerfest ein Elslein von Kaub gewählt. Verbürgt dagegen ist der legendäre Rheinübergang der Armee des preußischen Generalfeldmarschalls Blücher am Neujahrstag 1814. Daran erinnern ein Museum, ein Denkmal und verschiedene Ortsbezeichnungen.
Die Pfalz bei Kaub
Größte Sehenswürdigkeit von Kaub ist die Burg Pfalzgrafenstein, die auf einer Insel mitten im Rhein liegt. Zusammen mit der Burg Gutenfels oberhalb von Kaub bildete die Inselburg bis ins 19. Jahrhundert hinein eine kaum überwindbare Zollschranke, weil das Fahrwasser auf der rechten Rheinseite zwischen den beiden Burgen verlief. Im 14. Jahrhundert wurde zunächst der fünfeckige Turm errichtet, danach eine Ringmauer mit Wehrgang. Nach weiteren Ausbauten wurde schließlich anfang des 17. Jahrhunderts gegen Eisgang eine Spitze angebaut , die der Burg das Aussehen eines Schiffes gibt. Die Burg ist für Besucher zugänglich, von Kaub aus verkehrt eine Personenfähre zur Insel. Bei Hochwasser kann die Fähre jedoch nicht anlegen.



Burg Pfalzgrafenstein
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Foto: Brühl, Wikimedia
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