Mäuseturm (Bingen)

Turm im Rhein
Der Binger Mäuseturm ist ein ehemaliger Zoll- und Wachturm aus dem 14. Jahrhundert, der zur Zollburg Ehrenfels am rechten Rheinufer gehörte. Im Dreißigjährigen Krieg zerstört, wurde er 1858 als preußische Grenzmarke im neugotischen Stil wieder aufgebaut und diente bis zur Verbreiterung der Fahrrinne 1974 als Signalturm für die Schifffahrt an der Engstelle des Binger Loches.
Grausige Legende
Der Legende nach hat der Turm seinen Namen von den Mäusen, die dort den Mainzer Bischof Hatto II. bei lebendigem Leib aufgefressen haben sollen, weil der dem Volk während einer Hungersnot kein Getreide aus seinen gefüllten Kornkommern ausgab. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sich der Name aus dem althochdeutschen muta für Wegezoll oder mûsen für spähen, lauern herleitet.

siehe auch
Bingen am Rhein


Mäuseturm vom linken Rheinufer
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Foto: Michael Ottersbach, pixelio.de
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