Insel Mainau

Die Blumeninsel im Bodensee
Die Insel Mainau im Überlinger See ist nach Reichenau und Lindau die drittgrößte Insel im Bodensee und bekannt für ihre prachtvollen Park- und Gartenanlagen. 1853 erwarb Großherzog Friedrich I. von Baden die Insel als Sommersitz und siedelte die Großherzoglich badische Hofgärtnerei auf der Mainau an. 1928 fiel die Insel durch Erbschaft in den Besitz des schwedischen Königshauses und ist seit 1932 im Besitz der Adelsfamilie Bernadotte. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Insel verschiedenen Zwecken, unter anderem als Lazarett für Überlebende des KZ Dachau. Seit Beginn der 1950er-Jahre ist die Insel wieder öffentlich zugänglich.
Blumenjahr und Arboretum
Das milde Bodenseeklima begünstigt eine subtropische, teilweise auch tropische Vegetation. Die Garten- und Parkanlagen wurden seit den 1950er-Jahren systematisch erweitert, um Gartenfreunde und Touristen anzuziehen. Das Blumenjahr beginnt traditionell mit einer Orchideenschau und der Tulpen-, Narzissen- und Hyazinthenblüte entlang der Frühlingsallee. Prunkstück der Parkanlagen ist das schon 1856 in der Zeit von Friedrich I. begonnene Arboretum mit seinen 500 verschiedenen Arten von zum Teil seltenen und sehr wertvollen Laub- und Nadelgehölzen.
Schmetterlingshaus
Seit Anfang 2000 beherbergt die Insel das größte Schmetterlingshaus Deutschlands mit über 80 verschiedenen Arten vor allem aus Südamerika.
Besichtigung
Die Insel kann von Mitte/Ende März bis Mitte Oktober jeweils von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gegen ein Eintrittsgeld besichtigt werden. Die Anreise kann direkt mit dem Schiff zum inseleigenen Hafen erfolgen. Die Bahn bietet ein Insel Mainau Kombi-Ticket mit Zuganreise aus Baden-Württemberg, Schiffsüberfahrt von Friedrichshafen, Konstanz oder Überlingen und Eintrittsgeld an. Parkplätze für Busse, Autos und Fahrräder befinden sich auf dem Festland, zur Insel führt ein Fußgängersteg.



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Tulpenblüte
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foto
Foto: Mainau GmbH
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