Mainz

Vom Legionslager zur Landeshauptstadt
Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz liegt gegenüber der Einmündung des Mains in den Rhein. Ursprung der Stadt ist das römische Legionslager Mogontiacum, der Name leitet sich von der keltischen Gottheit Mogon ab. Die Relikte der römischen Stadt, die sich daraus entwickelte, sind heute noch zu sehen. Eine Blütezeit erlebte Mainz als Freie Stadt und Gründungsmitglied des Rheinischen Städtebundes von 1244 bis 1462. Erst die Ernennung zur Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz im Jahr 1950 beendete den danach einsetzenden Prozess der schleichenden Provinzialisierung.
Straße der Demokratie
Insgesamt 6 Stationen erinnern an den Weg in die deutsche Demokratie: das Deutschhaus, der Dalberger Hof, das Staatstheater, der Frankfurter Hof, der Eisenturm sowie der Hauptfriedhof. Die Touristik Centrale Mainz hat hierzu unter dem Ttiel "Straße der Demokratie - Mainz, die erste Demokratie auf deutschem Boden" eine Stadtführung entwickelt. Der 2 stündige Rundgang führt zu den Schauplätzen der Freiheitsbewegung des 18. und 19. Jahrhunderts, sowie zu den Orten, wo sie mit Füßen getreten wurde.
Behutsamer Wiederaufbau
Am Ende des Zweiten Weltkriegs war Mainz zu 80 Prozent zerstört. Daran erinnert noch heute die Ruine der Christophskirche. Deshalb sollte Mainz nach Plänen der französischen Militäradministration zur modernsten Stadt der Welt umgebaut werden. Die radikalen Pläne wurden jedoch mangels Akzeptanz und Geld nicht umgesetzt. Stattdessen wurden Teile der Altstadt auf dem alten Grundriss wiederaufgebaut.
Wiege des Buchdrucks
Mit der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern gelang dem Mainzer Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert eine der wichtigsten Erfindungen aller Zeiten. Im Gutenberg-Museum, einem der ältesten Druckmuseen der Welt, sind gleich mehrere der berühmten Gutenberg-Bibeln ausgestellt.
Helau
Mainz ist eine Hochburg des rheinischen Karnevals. Zum Mainzer Rosenmontagszug, dem Höhepunkt der traditionsreichen Meenzer Fassenacht, kommen jährlich über eine halbe Million Besucher.



Dom St. Martin
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Foto: Moguntiner, Wikimedia
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