Melsungen

Fachwerkstadt an der Fulda
Der Luftkurort Melsungen konnte seinen mittelalterlichen Stadtkern bewahren. Der bereits um 800 urkundlich erwähnte Ort entwickelte sich am Übergang des "Sälzerweges" über die Fulda. Ende des 12. Jahrhunderts wird Melsungen durch die Landgrafen von Thüringen - vermutlich nach einer weitgehenden Zerstörung - planmäßig, d.h. auf der Basis eines annähernd regelmäßigen Straßenrasters als Stadt gegründet. Das Stadtbild ist heute von der langen und bewegten Vergangenheit geprägt. Besonders auffällig sind die zahlreichen liebevoll restaurierten Fachwerkbauten und ein geschlossenes Fachwerkensemble rund um das freistehende historische Rathaus, ein stattlicher Fachwerkbau aus dem Jahre 1555/56.
Sehenswert
Beeindruckend ist das Fachwerk-Rathaus, in dessen Turm sich immer um 12:00 Uhr und um 18:00 Uhr die Symbolfigur der Stadt, der Bartenwetzer zeigt. Bartenwetzer ist der Name für die ehemaligen Waldarbeiter. Bevor diese zum Holzschlagen in den Stadtwald zogen, trafen sie sich auf der alten Sandsteinbrücke und wetzten (schärften) im Sandstein ihre Barten (Äxte). Die dadurch entstandenen Schleifmulden sind noch heute deutlich zu erkennen. Sehenswert sind zudem das Landgrafenschloss, die gotische Stadtkirche aus den Jahren 1415/1425, der Eulenturm sowie Reste und Türme der ehemaligen Stadtbefestigung.
Spezialität: Ahle Worscht
Eine Spezialität in Nordhessen und Melsungen ist die Ahle Worscht, eine lang haltbare luftgetrocknete oder geräucherte Hartwurst aus Schweinefleisch, die auf die regionale Tradition der Hausschlachtung zurückgeht. Beim alljährlich im Oktober stattfindenden Spezialitätenfestival "Nordhessen geschmackvoll!" verwandelt sich die gesamte Altstadt in einen Schlemmermarkt und lädt zum Probieren der regionalen Leckereien ein…



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Rathaus
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Foto: Stadt Melsungen
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