Neckarsteinach

Vierburgenstadt
Seinen Namen hat die Vierburgenstadt Neckarsteinach, weil dort die Steinach in den Neckar mündet. Der Ort ist reich an historischem Baubestand mit zahlreichen Fachwerkhäusern, Resten der alten Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert, die mittelalterliche Bliggergasse und vielem mehr. Am beeindruckendsten ist die mittelalterliche Romantik der 4 Burgen, die auf einem Bergsporn und am Hang des Neckarufers liegen: Vorderburg, Mittelburg, Hinterburg und Schwalbennest (erbaut zwischen 1100 und 1230). Von der Ruine Schwalbennest bietet sich ein herrliche Aussicht auf die Neckarschleife und die gegenüberliegende Bergfeste Dilsberg.
Burg Schadeck (Schwalbennest)
Die ab 1260 entstandene sehr kleine und enge Burganlage wird von einer fast 3 m dicken, zweiflügeligen Schildmauer dominiert. Darüber ist noch ein gedeckter Wehrgang mit 2 kleineren Wachtürmen erhalten. Die restaurierte Ruine ist heute im Besitz des Landes Hessen und kann besichtigt werden.
Hinterburg
Die Stammburg der Edelfreien von Steinach wurde ab 1100 errichtet und zu einer monumentalen Stauferanlage ausgebaut, die ein regelmäßiges Fünfeck bildet. Original erhalten ist der mit Buckelquadern ungewöhnlich aufwendig gemauerte rund 20m hohe Bergfried. Er besitzt bis zu 3 m dicke Mauern und einen einzigen Zugang in ca. 12 m Höhe. Die Hinterburg gehört heute dem Land Hessen und ist jederzeit frei zugänglich.
Vorderburg
Von der um 1200 erbauten Burg sind heute noch der mächtige Bergfried und das unmittelbar angebaute dreistöckige Palasgebäude weitgehend original erhalten. (Privatbesitz, keine Besichtigung möglich.)
Mittelburg
Die ab 1170 errichtete kleine Kernburg mit einem mächtigen Bergfried wurde um 1550 zu einem Renaissanceschloss nach dem Vorbild des Heidelberger Schlosses umgebaut und ab 1820 gotisiert, d.h. mit Zinnenkränzen und zusätzlichen Türmchen dekoriert. (Privatbesitz, kann nicht besichtigt werden.)



Vier Burgen
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Foto: Stadt Neckarsteinach
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