Nierstein

Ächter Nierensteiner
An der Mündung des Flügelsbachs in den Rhein liegt die Gemeinde Nierstein, die nach Worms größte Weinbaugemeinde Rheinhessens. Die Römer begründeten vor mehr als 2.000 Jahren die Weinkultur, und in Goethes Urfaust wird "ächter Nierensteiner" ebenso erwähnt wie in Kleists "Zerbrochenem Krug". Die "Glöck" gilt als älteste namentlich bekannte Weinberglage Deutschlands. Aus den Epochen als reichsfreies Dorf und Adelssitz sind zahlreiche sehenswerte Adels- und Amtshäuser erhalten, die in Denkmalzonen zusammengefasst sind. Neben Tagesbesuchern machen auch viele Wander- und Radtouristen in Nierstein Station.
Sehenswert
Historischer Weinberg Glöck, Denkmalzone Marktplatz mit geschlossener Bebauung aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, Sironabad (keltisch-römisches Quellheiligum), Burgruine Schwabsburg im gleichnamigen Ortsteil.
Paläontologisches Museum
Das von ortsansässigen Amateurpaläontologen aufgebaute Paläontologische Museum Nierstein zeigt seltene Fußabdrücke von Insekten, Amphibien und Reptilien sowie Fossilien aus aller Welt. Aufgrund einzigartiger Fundstücke hat es einen überregionalen Ruf. Das Museum ist im Alten Rathaus untergebracht und am Sonntag sowie nach Vereinbarung geöffnet.
WWW - Weck, Worscht un Woi
Weck, Worscht und Woi - auf hochdeutsch Brötchen, Wurst und Wein - ist eine in den Weinbaugebieten Pfalz, Rheinhessen, Hessische Bergstraße und Rheingau weit verbreitete Mahlzeit. Der Weck ist meist ein so genannter Paarweck (Doppel-Brötchen), in der Pfalz mitunter auch ein Wingertsknorze, ein Brötchen aus Roggenmehl. Auf den Weck kommt die Wurst (Fleischwurst oder Lyoner). Dazu wird der Wein der Anbauregion getrunken. Wurst und Brötchen werden normalerweise ohne Besteck direkt von der Hand in den Mund gegessen. Das Gericht ist auch eine traditionelle Zwischenmahlzeit bei der Weinlese.
Anreise
Nierstein ist Nahverkehrshalt an der Bahnstrecke Mainz - Mannheim. Die B 9 verbindet den Ort mit Mainz und Worms, die B 420 mit dern Autobahnen 61 und 63. Eine Rheinfähre verkehrt zum rechtsrheinischen Kornsand, heute ein Teil der Gemeinde Trebur.



Blick vom Roten Hang auf St. Kilian
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Foto: R. Dautermann / wikimedia
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