Nordseebad Norderney

Die Königin der Nordsee
Bereits im Jahr 1797 wurde auf Norderney, das heute ein staatlich anerkanntes Nordseeheilbad ist, die erste deutsche Seebadeanstalt nach englischem Vorbild eingerichtet und erreichte bald Weltruhm. Aus dieser Zeit der illustren Gäste stammen die heute gern etwas spöttisch gebrauchten Spitznamen "Königin der Nordsee" oder "St. Moritz der Nordsee". Heute ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle der Insel. Fünf bewachte Badestrände und ein Badehaus bieten Badevergnügen zu jeder Jahreszeit.
UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer
Norderney ist die zweitgrößte der Ostfriesischen Inseln im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, der seit 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Im westlichen Teil der rund 14 Kilometer langen Insel liegt die Stadt Norderney, in der knapp 6.000 Einwohner leben. Der gesamte östliche Teil der Insel ist unbewohntes und unbewirtschaftetes Strand-, Dünen- und Hellergebiet (Salzwiesen), das zu ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen in einzigartiger Atmosphäre einlädt. Auch geführte Wattwanderungen und Bootsfahrten zu den Ruheplätzen von Seehunden und Kegelrobben gehören zu den Höhepunkten eines Besuchs. Mehr Informationen dazu erhält man im Nationalparkhaus am Hafen.
Sehenswert
Nach der Gründung des Seebads wurden viele Häuser und Villen im Stile der Bäderarchitektur und der Gründerzeit erbaut, die auch heute nach das Stadtbild prägen. Höchstes, weithin sichtbares Bauwerk der Insel ist der Leuchtturm aus dem Jahr 1874, der auf einer Düne ungefähr in der Mitte der Insel beim Inselflugplatz steht. 253 Stufen führen zu einer umlaufenden Aussichtsgalerie in 50 Metern Höhe. Auf Norderney steht auch die einzige Windmühle der Ostfriesischen Inseln. Die Mühle im holländischen Stil aus dem Jahr 1862 ist heute denkmalgeschützt.
Museen
bade-museum
Heimatmuseum Norderneyer Fischerhaus
Rettungsbootsschuppen-Museum
Höhepunkte
Filmfest Emden - Norderney
Sommerakademie
Plattdeutsche Woche
Anreise und Verkehr
Eine Autofähre verkehrt gezeitenunabhängig bis zu 14 Mal täglich von Norddeich Mole aus. Der Autoverkehr auf der Insel ist jedoch während der Saison stark reglementiert: Gäste dürfen ihre Autos in bestimmten Zonen nur für die An- und Abreise benutzen und müssen sie ansonsten auf eigens eingerichteten Parkplätzen abstellen. Man kann sich jedoch hervorragend zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Bus oder dem Taxi fortbewegen. Eine aus militärischen Gründen im ersten Weltkrieg angelegte Inselbahn wurde im Jahr 1947 abgebaut. Der Verkehrslandeplatz wird von Linien- und Charterflügen angeflogen.
Die Insel wächst
Wie die anderen Ostfriesischen Inseln auch ist Norderney nicht aus der Festlandmasse entstanden, sondern durch Anspülungen von Sand und die Bildung von Dünen. Wegen der starken Gezeitenströmung würde die ganze Insel mit ihren Nachbarn nach Osten driften, doch der westliche Inselkopf wird von den Bewohnern gegen Erosion geschützt. Deshalb gewinnt die Insel im Osten durch die Anspülung von Sand und Sedimenten an Länge, seit Mitte des 17. Jahrhunderts fast sechs Kilometer.



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Großer Norderneyer Leuchtturm
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Foto: DH, Redaktion
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