Nordhausen

Am Harz
Die ehemlige freie Reichsstadt Nordhausen gilt als das Thüringer Tor zum Harz. Von der mittelalterlichen Altstadt sind nach Kriegszerstörungen noch Teile rund um den Dom Zum heiligen Kreuz erhalten. Sehenswert ist zudem die Frauenberg-Kirche St. Mariae novi operis, die um 1200 erstmals urkundlich erwähnt wird. Eine Besonderheit ist der 62 m hohe Petri-Turm, der das Stadtbild dominiert. Er befindet sich auf dem so genannten Petersberg, dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau. Im so genannten Museum Tabakspeicher, das in zwei Fachwerkgbäuden untergebracht ist, kann man alles Wissenswerte zur Geschichte Nordhausens erfahren.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Nordhäuser Traditionsbrennerei
Alte Kautabakfabrik
Rolandstatue
Das Nordhausen Museum
Harzquerbahnhof
Spezialität: Nordhäuser Korn
Bekannt ist die Stadt für ihren Nordhäuser Korn, einen reinen Kornbranntwein, der zu DDR-Zeiten auch in den Westen exportiert wurde.
KZ-Gedenkstätte Dora-Mittelbau
Im Kohnstein nördlich der Stadt Nordhausen wurde während des Zweiten Weltkriegs durch die Mittelwerk GmbH eine unterirdische Waffenfabrik betrieben, in der unter anderem die so genannte Vergeltungswaffe V2 hergestellt wurde, eine Rakete. Zur Erweiterung der Fabrik und zur Produktion der Waffen wurden KZ-Häftlinge gezwungen, die im Arbeits- und Konzentrationslager Dora-Mittelbau untergebracht waren. In 18 Monaten durchliefen etwa 60.000 Häftlinge aus 21 Nationen den Lagerkomplex. 20.000 von ihnen verstarben aufgrund der inhumanen Arbeits- und Lebensbedingungen. Seit 1966 erinnert eine Mahn- und Gedenkstätte an das Lager. Sie ist mit dem Auto, mit der Straßenbahnlinie 10 (Haltestelle Krimderode, 20 Minuten Fußweg) oder mit dem Rufbus zu erreichen (nur nach Anmeldung).





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