Klosterinsel Reichenau

Größte Insel im Bodensee
Die Reichenau ist mit einer Fläche von 4,3 km² die größte Insel im Bodensee und liegt im westlichen Teil, dem Untersee. Die drei Hauptorte sind Oberzell, Mittelzell und Niederzell. Die Insel ist ein einziger großer Gemüsegarten. Aufgrund des milden Klimas kann bis zu drei Mal pro Jahr im Freiland geerntet werden. Ein Viertel der Anbaufläche befindet sich zudem in Gewächshäusern, die das Inselbild mit prägen. Der Zugang zur Reichenau erfolgt über einen 1838 aufgeschütteten Damm, über den eine wunderschöne Pappelallee führt, die ein Ausgangspunkt der Deutschen Alleenstraße ist. Für Fußgänger gibt es Fährverbindungen in die Schweiz und nach Allensbach. Die politische Gemeinde Reichenau erstreckt sich auch auf das Festland.
Weltkulturerbe: Klosterinsel
Seit 2000 ist die Klosterinsel Reichenau als Zeugnis der religiösen und kulturellen Rolle eines großen Benediktinerklosters im Mittelalter auf der UNESCO-Liste der Welterbestätten verzeichnet. Drei romanische Kirchen aus dem 9. und 11. Jahrhundert sind erhalten: Münster St. Maria und Markus in Mittelzell, die Säulenbasilika St. Peter und Paul in Niederzell und St. Georg in Oberzell. Sie bezeugen die frühmittelalterliche Architektur zur Zeit der Karolinger und Ottonen. Die Fresken im Inneren geben einen Eindruck der ehemaligen großen Bedeutung als künstlerisches Zentrum im 10. und 11. Jahrhundert.
Die Reichenau per Rad
Um die ganze Insel führt über Feldwege und wenig befahrene Straßen ein Radrundweg, oft mitten durch Gemüsefelder und Gewächshausanlagen und an allen Sehenswürdigkeiten vorbei. Die Umrundung der Insel mit dem Fahrrad ist absolut empfehlenswert.



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Luftbild
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Foto: Tourist-Info Reichenau / Achim Mende
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