Rudolstadt

Schillers heimliche Geliebte
Die ehemalige Residenzstadt liegt an einem Saalebogen inmitten von Ausläufern des Thüringer Waldes und der Ostthüringer Heide. Die Silhouette der Stadt wird von ihrem Wahrzeichen, dem Schloss Heidecksburg dominiert, das als das am prunkvollsten ausgestattete Barockschloss Thüringens gilt. Zu seinen Füßen liegt die historische Altstadt mit malerisch verwinkelten Gassen und Renaissance-Bürgerhäusern. Sehenswert sind besonders das dreiflügelige barocke Stadtschloss Ludwigsburg von 1734, die spätgotische Kirche St. Andreas von 1463 sowie die märchenschlossartige Richtersche Villa. Die Stadt ist eng mit der Geschichte des Thüringer Porzellans verbunden, noch heute sind mehrere Porzellanmanufakturen, die vor allem Zierporzellan herstellen, hier tätig.
Heidecksburg
Das imposante dreiflügelige Barock-Schloss aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war bis 1918 die Residenz derer von Schwarzburg-Rudolstadt. Es birgt architektonisch und kulturhistorisch wertvolle Kostbarkeiten wie die fürstlichen Wohn- und Festräume, eine Zierporzellan-Sammlung, Gemäldegalerie, Waffensammlung, Naturalienkabinett, eine Ausstellung zur Schwarzburger Geschichte sowie die Dauerausstellung Rococo en miniature. Der große Festsaal gehört zu den Schönsten des deutschen Rokoko.
Schillerhaus und -museum
Das Schillermuseum im heutigen Schillerhaus (dem ehemaligen Wohnhaus der Familie von Lengefeld) ist ein Literaturmuseum, das Friedrich Schiller gewidmet ist. Es informiert über Schillers Beziehung zur Familie von Lengefeld und über die erste Begegnung zwischen Schiller und Goethe. Den Sommer 1788 verbrachte Schiller mit Caroline von Beulwitz und Charlotte von Lengefeld. Im September desselben Jahres traden sich in ihrem Haus zur ersten Mal Schiller und Goethe persönlich.
Freilichtmuseum Thüringer Bauernhäuser
Die "Thüringer Bauernhäuser", eine malerische Hofanlage aus Gebäuden aus dem 17. und 18. Jahrhundert, gelten als ältestes Freilichtmuseum Deutschlands. Vom Verfall bedrohte Fachwerkhäuser wurden bereits 1914/15 in umliegenden Dörfern abgetragen und im Heinrich-Heine-Park wieder aufgebaut.





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