Hansestadt Salzwedel

Doppelstadt an der Jeetzefurt
Salzwedel ist die Kreisstadt des Altmarkkreises Salzwedel und liegt in der nordwestlichen Altmark in Sachsen-Anhalt. Um das Jahr 800 herum gab es wahrscheinlich eine erste Siedlung an einer Furt über den Fluss Jeetze. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort zu Beginn des 12. Jahrhunderts. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde eine eigenständige Neustadt angelegt. Die Doppelstadt wurde Mitglied der Hanse und kam zu beträchtlichem Wohlstand. Die meisten der erhaltenen Backsteinkirchen, die Stadttore und die Stadtbefestigung stammen aus dieser Zeit. Wegen eines verlorenen Steuerstreits mit dem Kurfürsten musste die Stadt die Mitgliedschaft in der Hanse 1518 aufgeben. Der Status als Doppelstadt endete 1713 durch die Vereinigung von Alt- und Neustadt.
Lohnenswerter Stadtrundgang
Die Fachwerkaltstadt und die mittelalterliche Stadtbefestigung mit Neuperver Tor und Steintor sind sehr gut erhalten und blieben im Zweiten Weltkrieg von Zerstörungen verschont.
Straße der Romanik
Die St. Lorenzkirche entstand in der Zeit des Übergangs von der Romanik zur Gotik. An Stelle der romanischen Ursprungskirche wurde Mitte des 13. Jahrhunderts die heutige Kirche als dreischiffige Basilika erbaut, die in ihrer Formenvielfalt besonders reizvoll ist.
Spezialität: Salzwedeler Baumkuchen
Der bekannte Salzwedeler Baumkuchen, ein schichtweise über offener Flamme gebackener Kuchen, besitzt seit 2010 das EU-Gütezeichen "g.g.A." für die geschützte geografische Angabe.



Neuperver Tor
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Foto: Björn Gäde, Wikimedia
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