Seiffen

Spielzeugdorf
Der kleine Kurort Seiffen ist überregional für seine Spielzeugmacher und deren Schauwerkstätten bekannt. Die traditionelle Holzkunstherstellung und die bergbauliche Vergangenheit prägen die Gemeinde. Besonders sehenswert sind die barocke Rundkirche, das Erzgebirgisches Spielzeugmuseum sowie das daran angegliederte Freilichtmuseum.
Seiffener Barockkirche
Das Wahrzeichen Seiffens ist die barocke Rundkirche von 1776, die durch die liebevoll angefertigten Miniaturen örtlicher Handwerksmeister weltweit bekannt geworden ist. Nach dem Vorbild der Dresdener Frauenkirche mit oktogonalem Grundriss errichtet, erinnert die prächtige Ausstattung an den Zinnbergbau und das Glashüttenwesen. Bemerkenswert ist das Zinn-Kruzifix, das mit der Inschrift "Bergknappschaft Seiffen 1688" als ältester Beleg für das Bestehen der Knappschaft gilt. Beeindruckend auch die vier achtarmige Glasleuchter im Altarraum, die wohl um 1670 gefertigt wurden.
Erzgebirgisches Spielzeugmuseum
Das Spielzeugmuseum, das alljährlich rund 60.000 Besucher anlockt, zeigt zahlreiche Kostbarkeiten der alten erzgebirgischen Volkskunst. Auf mehreren Etagen werden tausende Exponate (die ältesten aus der Zeit um 1800) der Spielwaren- und Weihnachtstradition präsentiert. Beeindruckend sind auch die Stuben, die das Wohn- und Arbeitsmilieu der Jahrhundertwende zeigen, die hölzernen Figurenfriese und Schauornamente, der Winterberg "Christmette zu Seiffen" sowie die 6,30 m hohe Raumpyramide.
Freilichtmuseum im Ortsteil Heidelberg
Das volkskunstlich historische Freilichtmuseum dokumentiert in einem Ensemble aus Häusern, Werkstätten und Gebäudekomplexen das Alltagsleben im Erzgebirge zwischen 1850 und 1930. Eine Besonderheit ist das original erhaltene Reifendrehwerk mit Wasserkraftanlage aus dem Jahre 1760, bei dem die Besucher dem Reifendreher bei den Drechselarbeiten zuschauen kann.



Seiffener Barockkirche
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Foto: Anke Gläßer
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