Stockach (Bodensee)

Das Tor zum Bodensee
Mitte des 13. Jahrhunderts gründeten die Grafen von Nellenburg auf einer Anhöhe über dem Tal der Stockacher Aach einige Kilometer nordwestlich des Bodensees die Stadt Stockach. Über Jahrhunderte prosperierte die Stadt als Verwaltungssitz. 1704 wurde sie im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges vollkommen zerstört. Die wichtigsten Gebäude wurden jedoch wieder aufgebaut und prägen bis heute das Stadtbild. Durch Eingemeindungen in den 1970er Jahren liegt Stockach heute tatsächlich am Bodensee.
Sehenswert
Katholische Pfarrkirche St. Oswald, ehemaliges Landvogteigebäude, Altes Forstamt mit Stadtmuseum.
Das Hohe Grobgünstige Narrengericht
Immer am Schmotzige Dunschtig findet in Stockach die närrische Gerichtsverhandlung des Hohen Grobgünstigen Narrengerichts zu Stocken statt. Dabei muss sich ein/e hochrangige/r Politiker/in für ihre/seine Missetaten verantworten und wird in der Regel zu einer Strafe verurteilt, die in Wein bezahlt werden muss. Die Entstehung des Narrengerichts geht auf den Unabhängigkeitskampf der Schweizer Eidgenossenschaft zurück. Der Hofnarr des Herzogs Leopold von Österreich, Kuony von Stocken, warnte vor einem unüberlegten Feldzug gegen die Schweizer. Nachdem prompt die Schlacht am Morgaten für die Habsburger verloren ging, hatte der Hofnarr einen Wunsch frei und wünschte sich die Einrichtung eines jährlichen Narrengerichts in seiner Vaterstadt Stockach.





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