Sulzburg

Ehemalige Bergbaustadt am Sulzbach
Sulzburg im Markgräflerland ist eine der ältesten Bergbaustädte Europas und beherbergt das Landesbergbaumuseum Baden-Württemberg. Die Siedlung wird im 9. Jahrhundert erstmals als Sulzibergeheim erwähnt und wurde wahrscheinlich wegen der Silbererzvorkommen gegründet. Der Bergbau floriert und bringt Wohlstand für die Stadt. Zu Blütezeit im 16. Jahrhundert sind 500 Bergleute in den Silbergruben beschäftigt. 100 Jahre später kommt der Bergbau durch den Dreißigjährigen Krieg völlig zum Erliegen. Erst sechzig Jahre später, zu Beginn des 18. Jahrhunderts, wird nochmals in den alten Gruben geschürft. Doch der Bergbau wird zunehmend unrentabel und endet schließlich 1835.
Ortsteile Laufen und St. Ilgen
Zu Sulzburg gehören die beiden Winzerdörfer Laufen und St. Ilgen. Wie überall im Markgräflerland profitieren auch hier die Winzer von den Lössboden und dem milden Klima durch die warmen Westwinde aus dem Rhônetal.
Sehenswertes
Landesbergbaumuseum in der ehemaligen evangelischen Stadtkirche, ottonische Klosterkirche St. Cyriak aus dem 10. Jahrhundert (eine der ältesten erhaltenen Kirchenbauten Südbadens), ehemalige Synagoge im klassizistischen Stil
Einst eine bedeutende jüdische Gemeinde
Um 1500 siedeln sich erste Juden in Sulzburg an. 1727 gibt es einen ersten Rabbiner, 1822 wird eine Synagoge gebaut. 1864 sind fast ein Drittel der Einwohner jüdischen Glaubens. Während der Nazizeit verlassen die meisten Juden Sulzburg, die verbliebenen 27 werden 1940 zunächst nach Gurs in Südfrankreich und dann ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert.
Lehrpfad
Der bergbaugeschichtliche Wanderweg mit Start am Landesbergbaumuseum erschließt auf ca. 5 km Länge die noch sichtbaren Spuren des alten Bergbaus und weist auf das Zusammenspiel zwischen Bergbau und Natur hin.





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