Nordseebad Wangerooge

Autofreie Insel
Das staatlich anerkannte Nordseeheilbad Wangerooge ist die östlichste der sieben bewohnten Ostfriesischen Inseln. Es ist nur der Beharrlichkeit von 82 Bewohnern zu verdanken, dass die Insel nach einer verheerenden Sturmflut an Neujahr 1855 nicht aufgegeben wurde, obwohl das alte Inseldorf verwüstet und die Insel in drei Teile zerfallen war. Durch Küstenschutzmaßnahmen wird versucht, die starke Erosion und die Drift der Insel zu unterbinden. Wangerooge gilt diesbezüglich als die labilste unter den Ostfriesischen Inseln. Es gibt einen langen Sandstrand, eine schöne Promenade, ein Haus des Kurgastes, Parkanlagen sowie ein Meerwasser-Hallenbad. Wangerooge ist autofrei, vom Fähranleger zum Ort gibt es eine schmalspurige Inselbahn.
Sehenswert
Der 39 m hohe Alte Leuchtturm beherbergt das Inselmuseum, das allerhand zur Geschichte der Insel, zum Bädertourismus sowie eine Bernsteinsammlung zeigt. Im Außenbereich sind eine Schmalspur-Tenderlokomotive von 1929 der Inselbahn sowie das ehemalige Rettungsboot Gesina der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ausgestellt. Von der Aussichtsplattform hat man eine herrliche Fernsicht.
UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer
Die Insel ist Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer und gehört damit zum UNESCO-Weltnaturerbe. Das Nationalpark-Haus Wangerooge im Rosenhaus des Rosenparks informiert über die Lebensräume Wattenmeer, Salzwiesen und Dünen.
Anreise
Wie auch bei der Nachbarinsel Spiekeroog ist der Fährverkehr nach Wangerooge gezeitenabhängig. Die Fähren verkehren ab Harlesiel, in der Hauptsaison gibt es bis zu vier Verbindungen täglich. Vom Bahnhof Sande an der Bahnstrecke von Oldenburg nach Wilhelmshaven verkehrt ein auf den Fahrplan der Fähre abgestimmter Bus (Tidebus).
Wie Wangerooge zu seinem End-e kam
Der Name ursprüngliche Name Wangeroog lautet sich aus dem altgermanischen Wanga (für Wiese) her und bedeutet "Dem Wangerland vorgelagerte Insel". Das "e" am Ende des Namens wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegen den Willen der Inselbewohner per Erlass des Großherzogtums Oldenburg angefügt.



Blick auf den Hauptstrand
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Foto: AxelHH / wikimedia
Lizenz: gemeinfrei


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