Wiesbaden

Altes Weltkurbad
Wiesbaden ist die Hauptstadt des Bundeslands Hessen und eines der ältesten Kurbäder Europas. Weil viele Gebäude der Stadt in dem kurzen Zeitraum zwischen 1850 und 1914 enstanden sind und im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurden, beeindruckt die Innenstadt heute durch ein geschlossenes, einheitliches Erscheinungsbild. Fast alle Bauten sind dem Klassizismus, dem Historismus oder dem Jugendstil zuzurechnen.
Sehenswert in Stichworten
Historisches Fünfeck mit mittelalterlichem Grundriss und Stadtschloss am Schlossplatz, Prachtstraßen und Bauten der Innenstadt aus dem 19. Jahrhundert, Kurhaus mit Kurhaus-Kolonnade und Kurpark, Hauptbahnhof im neubarocken Stil, Russische Kirche auf dem Neroberg
Hessisches Landesmuseum
Größtes Museum der Stadt ist das Museum Wiesbaden, gleichzeitig Hessisches Landesmuseum. Es besitzt eine Kunstabteiilung mit einer herausragenden Expressionisten-Sammlung, eine Naturhistorische Sammlung und eine Sammlung Nassauischer Altertümer.
Badebetrieb seit der Römerzeit
Schon seit der Römerzeit sind in Wiesbaden Thermalbäder in Betrieb. Von den 14 heißen Quellen in der Innenstadt sind einige öffentlich zugänglich, so zum Beispiel der Kochbrunnen. Hier sprudelt das Thermalwasser mit 66° Celsius aus dem Boden. Im Kochbrunnenpavillon ist eine Trinkstelle eingerichtet. In der Stadt haben sich mit der Zeit zahlreiche Kur- und Spezialkliniken angesiedelt, die vor allem rheumatische und orthopädische Erkrankungen behandeln.
Technisches Kulturdenkmal Nerobergbahn
Mit der Nerobergbahn auf den Neroberg weist Wiesbaden auch ein einmaliges verkehrstechnisches Kulturdenkmal auf: Die Wagen dieser Standseilbahn werden durch das Befüllen und Entleeren von Wasserballasttanks in den Wagen in Bewegung gesetzt. Dabei zieht der schwerere Wagen den leichteren Wagen nach oben zur Bergstation. Die Bahn ist die letzte ihres Typs in Deutschland. Die Talstation befindet sich an der Endstation der Buslinie 1.





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